Was ist Hartmetall?

Wissenswertes zum Hartmetall

Hartmetall ist ein Hochleistungswerkstoff, der überall dort eingesetzt wird, wo extreme Härte, Verschleißfestigkeit und Temperaturbeständigkeit erforderlich sind. Trotz seines Namens handelt es sich nicht um ein reines Metall, sondern um einen gesinterten Verbundwerkstoff. Hauptbestandteil ist Wolframcarbid, das für die außergewöhnliche Härte sorgt, während ein Bindemetall wie Cobalt oder Nickel die nötige Zähigkeit verleiht. Je nach Anwendung können weitere Carbide wie Titan-, Tantal- oder Niobcarbid zugesetzt werden, um die Temperaturbeständigkeit und Verschleißresistenz weiter zu erhöhen. Durch das pulvermetallurgische Herstellungsverfahren entsteht ein Material, das deutlich härter als Stahl ist, hohen mechanischen Belastungen standhält und auch bei großer Hitze seine Formstabilität behält.

Aufgrund dieser Eigenschaften ist Hartmetall aus der modernen Industrie nicht wegzudenken. Besonders häufig wird es in der Zerspanungstechnik eingesetzt, etwa in Wendeschneidplatten, Fräsern, Bohrern oder Gewindewerkzeugen. Auch in der Bau- und Handwerksbranche findet sich Hartmetall in Form von Steinbohrerspitzen oder hartmetallbestückten Sägezähnen, die selbst Beton, Naturstein oder Asphalt zuverlässig schneiden. Im Bergbau und Tunnelbau kommen hartmetallverstärkte Schneidwerkzeuge zum Einsatz, die extremen Belastungen standhalten müssen. Darüber hinaus wird Hartmetall in Verschleißschutzkomponenten, Ziehsteinen der Drahtproduktion sowie in der Präzisen Medizin- und Feinwerktechnik verwendet, wo höchste Standzeiten und Maßgenauigkeit entscheidend sind.

Da Hartmetall große Mengen der wertvollen Rohstoffe Wolfram und Cobalt enthält, besitzt es einen hohen Recyclingwert. Hartmetallschrott wird daher im Metallankauf gezielt gesammelt und wiederverwertet. Typische Schrottarten sind verschlissene Wendeschneidplatten, Vollhartmetallbohrer, Fräser, Stanzwerkzeuge, Sägezähne sowie Produktionsreste wie Pulver oder Schleifschlämme. Durch das Recycling lassen sich strategisch wichtige Rohstoffe zurückgewinnen und energieintensive Primärabbauprozesse vermeiden. Unternehmen aus der Metallverarbeitung, dem Bauwesen oder der Fertigung können durch den Verkauf ihrer Hartmetallreste nicht nur Entsorgungskosten reduzieren, sondern gleichzeitig zusätzliche Erlöse erzielen.

Die Preise für Hartmetall orientieren sich vor allem am Wolfram- und Cobaltanteil, an der Reinheit des Materials und an den aktuellen Rohstoffmarktpreisen. Sauber sortierte und frei von Fremdstoffen getrennte Hartmetallteile erzielen in der Regel deutlich höhere Ankaufspreise als unsortierter Mischschrott. Auch die Materialform spielt eine Rolle: kompakte Werkzeuge oder sortenreine Schneidplatten werden oft besser vergütet als verunreinigte Schleifrückstände. Da Wolfram weltweit nur begrenzt verfügbar ist und zu den strategischen Rohstoffen zählt, unterliegen die Preise gewissen Marktschwankungen. Eine individuelle Bewertung durch einen Metallankaufbetrieb liefert daher die zuverlässigsten Preisangaben.

Häufig wird Hartmetall mit HSS, dem Schnellarbeitsstahl, verwechselt. Beide Werkstoffe werden zur Herstellung von Werkzeugen verwendet, unterscheiden sich jedoch deutlich in ihren Eigenschaften. Hartmetall basiert auf Wolframcarbid und erreicht eine extrem hohe Härte sowie außergewöhnliche Verschleißfestigkeit, bleibt jedoch vergleichsweise spröde. HSS hingegen ist ein hochlegierter Werkzeugstahl, der eine gute Härte mit deutlich höherer Zähigkeit verbindet. Dadurch ist HSS weniger bruchanfällig und eignet sich für universelle Anwendungen, während Hartmetall besonders in Hochleistungsprozessen mit hohen Schnittgeschwindigkeiten und großen Materialbelastungen überzeugt. Auch wirtschaftlich unterscheiden sich beide Materialien erheblich, da Hartmetall aufgrund seines Wolframgehalts einen wesentlich höheren Recyclingwert besitzt.

Die Bedeutung des Hartmetallrecyclings wächst stetig, da Wolfram zu den kritischen Rohstoffen zählt und der Abbau mit hohem Energieaufwand verbunden ist. Durch die Wiederaufbereitung von Hartmetallschrott werden Ressourcen geschont, Lieferabhängigkeiten reduziert und die Umweltbelastung verringert. Gleichzeitig bietet der Verkauf von Hartmetallresten eine wirtschaftlich sinnvolle Möglichkeit, ungenutzte Werte zurück in den Rohstoffkreislauf zu führen.

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